Relevante Entscheide und Weisungen der Behörden zu Covid-19

25.09.2020

23. April 2020

Der Bundesrat hat zur schrittweisen Lockerung der Einschränkungen in Zusammenhang mit dem Corona-Virus informiert. Für Trägerschaften der Mütter- und Väterberatung gilt weiterhin: Informieren Sie sich über Informationskanäle des Bundes und Ihres Kantons zur aktuellen Situation und nehmen Sie mit den kantonalen Behörden eine Einschätzung für Ihr Angebot vor. 

Ausgestaltung des Angebots:

Die Mütter- und Väterberatung war als Angebot der Prävention und Gesundheitsförderung stets vom Tätigkeitsverbot ausgenommen. Jedoch wurde das Angebot zum Schutz von KlientInnen und Mitarbeitenden im März/April vielerorts eingeschränkt.

  • Die Trägerschaften sind gehalten, mit den zuständigen kantonalen Behörden eine Einschätzung bezüglich der nächsten Schritte vorzunehmen.

Es gilt weiterhin, dass grössere Menschenansammlungen vermieden und insbesondere Risikogruppen geschützt werden müssen. Dies heisst für die Mütter- und Väterberatung zum Beispiel:

  • dass z.B. Beratungen in Alters- und Pflegeheimen zurzeit nicht möglich sind und dass Massnahmen zur Kontrolle der Personen-Anzahl in Beratungsstellen getroffen werden müssen (allenfalls nur Beratung auf Voranmeldung, keine Kurse oder Beratungen in grösseren Gruppen, limitierter Aufenthalt in Warteräumlichkeiten etc.).

Erarbeitung von Schutzkonzepten, Mustervorlagen:

Mit Schutzkonzepten soll aufgezeigt werden, wie die erforderlichen Personenabstände und Hygienemassnahmen in öffentlich zugänglichen Angeboten umgesetzt werden können.

Unter https://backtowork.easygov.swiss/standard-schutzkonzepte/ haben die Bundesbehörden nun Standard-Schutzkonzepte für Unternehmen/Organisationen hochgeladen, an denen man sich orientieren kann (unter Berücksichtigung allfälliger weiterer Vorgaben des Kantons):

Die einzelnen Betriebe sind für die Erarbeitung und die Umsetzung der Konzepte verantwortlich.

Schutzmassnahmen:

Als wichtigste Schutzmassnahmen gelten dieselben Hygiene- und Abstandsregeln wie bisher:

  • Häufiges und gründliches Händewaschen mit Seife (mind. 20 Sekunden lang), Desinfektion der Hände
  • Häufige Desinfektion von Flächen (Nasse Desinfektion, einwirken lassen, nicht abtrocknen!)
  • Entfernen von Objekten, die nicht gut gereinigt/desinfiziert werden können (z.B. Entfernung der Spielzeuge, Broschüren, etc. die von verschiedenen Personen angefasst werden);
  • Einhalten und Sicherstellen eines Mindestabstandes (2 Meter) zu anderen Personen (auch zwischen den Mitarbeitenden, in allen Räumlichkeiten) – "Social Distancing";
  • Husten oder Niesen in den gebeugten Ellenbogen oder ein (Papier-)Taschentuch; benutzte Taschentücher in einen geschlossenen Mülleimer entsorgen
  • Auf Händeschütteln oder sonstige Begrüssungsrituale mit Körperkontakt gänzlich verzichten
  • Personen, die Grippe- und/oder Erkältungssymptome aufweisen, sollten die Beratungsstelle nicht aufsuchen (gilt sowohl für KlientInnen als auch Mitarbeitende).

Schutzmaterial:

Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass das zur Einhaltung der Hygieneregeln notwendige Material (Desinfektionsmittel, -tücher etc.) den Mitarbeitenden zur Verfügung steht.

Das Schutzkonzept der einzelnen Betriebe (siehe oben) kann das Tragen von Hygienemasken in bestimmten Fällen vorsehen. Das Tragen von Hygienemasken im Kontext der Mütter- und Väterberatung kann z.B. angebracht sein:

  • wenn aufgrund räumlicher Gegebenheiten die Wahrung von Abstandsregeln nicht möglich ist
  • wenn es von KlientInnen (z.B. auf Hausbesuchen) explizit gewünscht wird

Beschaffung von Schutzmaterial:

  • Die Anbieter sind zuständig für die Beschaffung und Versorgung des Personals mit Schutzmaterial. Der SF MVB kann kein Schutzmaterial zur Verfügung stellen.
  • Für die Beschaffung von Schutzmaterial sind die Organisationen gehalten, sich bei den zuständigen kantonalen Behörden oder beim Leistungspartner (Kanton/Gemeinde) nach Beschaffungsmöglichkeiten zu erkundigen.

Links, Info-Material, Kontakte:

Kontakt Kantone:

BAG Info-Material

Infolines des BAG:

  • BAG-Infoline für allgemeine Fragen zum Coronavirus, 24h erreichbar unter Tel. 058 463 00 00.
  • BAG-Infoline für medizinische Fragen zum Umgang mit Patient*innen (auch für Fachpersonen aus weiteren Institutionen des Sozial- und Gesundheitswesens; konsultieren Sie aber bitte zuerst die Hausärzt*innen), täglich von 8 bis 18 Uhr erreichbar unter Tel. 058 462 21 00.

Informationen des BAG zum Umgang mit erkrankten Personen und Verdachtsfällen, zur Selbst-Isolation und Selbst-Quarantäne:

Rechtliche Grundlagen:

 

23. März 2020

Aktuelle Situation:

Der Bundesrat hat am 16.03.2020 die "ausserordentliche Lage" gemäss Epidemiengesetz erklärt und die Massnahmen verschärft zum Schutz der Bevölkerung vor COVID-19 (siehe Verordnung des Bundesrats).

Mütter- und Väterberatungsstellen müssen gemäss Verordnung nicht schliessen; allenfalls muss das Angebot angepasst werden. Die Regeln zur Hygiene und Abstand halten (siehe unten) müssen bei der Leistungserbringung zwingend eingehalten werden können.

Als Trägerschaft informieren Sie sich spezifisch zur Situation in Ihrem Kanton und nehmen bei Bedarf Kontakt mit den zuständigen kantonalen Behörden / Kantonsarztämtern auf, um Unsicherheiten betreffend die weitere Gestaltung des Angebots und die Leistungserbringung zu klären:

Die Anzahl Personen, die sich gleichzeitig an einem Ort aufhalten, muss möglichst limitiert werden (z.B. in Beratungsräumlichkeiten, Warteräumen, etc.). Es gilt zudem, besonders gefährdete Personen zu schützen - sowohl Mitarbeitende als auch KlientInnen (siehe Info des BAG zu besonders gefährdeten Personen).

Halten Sie die Bevölkerung über den aktuellen Stand des Angebots auf dem Laufenden (z.B. wenn der Telefondienst erweitert wird), wenn möglich auf mehreren Kanälen (z.B. Website, Anrufbeantworter).

Hygiene- und Verhaltensregeln:

Die strikte Einhaltung der Hygiene- und Verhaltensregeln ist in allen zwischenmenschlichen Kontakten zentral: 

  • Häufiges und gründliches Händewaschen mit Seife (mind. 20 Sekunden lang); Desinfektion der Hände; Desinfektion von Flächen; Entfernen von Objekten, die nicht gut gereinigt/desinfiziert werden können
  • Einhalten und Sicherstellen eines Mindestabstandes (2 Meter) zu anderen Personen (auch zwischen den Mitarbeitenden, in allen Räumlichkeiten); "Social Distancing"
  • Husten oder Niesen in den gebeugten Ellenbogen oder ein (Papier-)Taschentuch; benutzte Taschentücher in einen geschlossenen Mülleimer entsorgen
  • Auf Händeschütteln oder sonstige Begrüssungsrituale mit Körperkontakt gänzlich verzichten

Mitarbeitende:

In der COVID-19 Verordnung 2 des Bundesrats sind unter Artikel 10c die Pflichten des Arbeitgebers gegenüber Arbeitnehmenden, die zu einer Risikogruppe gehören, geregelt.

Der Arbeitgeber sollte zudem sicherstellen:

  • dass das zur Einhaltung der Hygieneregeln notwendige Material (Desinfektionsmittel, Hygienetücher) den Mitarbeitenden zur Verfügung steht;
  • dass alle Mitarbeitenden über die notwendigen Hygieneregeln und Vorschriften zum Abstand halten informiert sind und diese konsequent umsetzen;
  • dass die Mitarbeitenden Handlungsanweisungen haben, was zu tun ist, wenn bei ihnen Symptome auftreten bzw. wenn sie ein COVID-19 Verdachtsfall sind: zu Hause bleiben und sich in Selbst-Isolation begeben, den Arbeitgeber umgehend informieren, wenn notwendig einen Arzt telefonisch kontaktieren.

Links, Infomaterial und Kontaktinformationen:

Das Bundesamt für Gesundheit informiert laufend über die Situation und stellt Info-Material zur Verfügung:

Infolines des BAG:

  • BAG-Infoline für allgemeine Fragen zum Coronavirus, während 24 Stunden erreichbar unter Tel. 058 463 00 00
  • BAG-Infoline für medizinische Fragen zum Umgang mit Patient*innen (auch für Fachpersonen aus weiteren Institutionen des Sozial- und Gesundheitswesens; konsultieren Sie aber bitte zuerst die Hausärzt*innen), täglich von 8 bis 18 Uhr erreichbar unter Tel. 058 462 21 00

Informationen des BAG zum Umgang mit erkrankten Personen und Verdachtsfällen, zur Selbst-Isolation und Selbst-Quarantäne:

Rechtliche Grundlagen: